Am 20.09.2019 fand die Halbjahresdienstversammlung der Feuerwehr Minden in der Aula des Leo-Sympher-Berufskollegs statt.

Anders als in den Vorjahren begann in diesem Jahr nicht der Leiter der Feuerwehr Minden, Heino Nordmeyer, mit seinem Bericht, sondern Lars Bursian, der Mindener Beigeordnete für Städtebau und Feuerschutz richtet sein Wort an die etwa 150 anwesenden Feuerwehrmitglieder.
Burisan startete seine Rede mit einem großen Dank an die Einsatzkräfte der Feuerwehr Minden. Zwar hatten diese im letzten halben Jahr – zum Glück – keine außergewöhnlichen Einsätze bewältigen müssen. Dennoch ständen sie jederzeit für Bürgerinnen und Bürger der Stadt bereit. Gerade in Angesicht des Klimawandels, der derzeit in aller Munde ist, stünde auch die Feuerwehr vor immer neuen Herausforderungen. So nehme zum Beispiel die Gefahr von Wald- und Flächenbränden zu. Insofern habe die Feuerwehr Minden jedoch am 24. August bei einer groß angelegten Alarmübung bewiesen, dass sie gegen solche Gefahren gewappnet sei. Lobenswert empfand Bursian in diesem Zusammenhang, dass die beteiligten Feuerwehrmitglieder für die Übung bereits um fünf Uhr morgens bereitstanden – eine Uhrzeit, die nicht bei allen Beteiligten für Begeisterung sorgte.
Weiterhin berichtete Bursian von der nunmehr geschlossenen Partnerschaftsvereinbarung zwischen den Städten Petershagen, Porta Westfalica und Minden. Ziel dieser Vereinbarung sei es, die Tagesverfügbarkeit der freiwilligen Feuerwehrkräfte zu stärken. Hierzu sollen Feuwehrmitglieder nicht nur an ihrem Wohnort zu Einsätzen fahren, sondern auch die Feuerwehr an ihrem Arbeitsort unterstützen. Für ihre Offenheit im Rahmen dieses Projekts neue Wege zu beschreiten dankte Bursian den Mindener Feuerwehrmitgliedern, denn er wisse, dass dies nicht immer leicht sei.

Im Anschluss an die Rede des städtischen Beigeordneten nahm auch Heino Nordmeyer einige der bereits angesprochenen Themen nochmals auf. Im Hinblick auf die Partnerschaftsvereinbarung der Stadt Minden mit ihren Nachbarkommunen, stellte Nordmeyer klar, dass die Städte Petershagen, Porta Westfalica und Minden insoweit Vorreiter seien. Die Partnerschaft wirke sich nicht nur positiv auf die Tagesverfügbarkeit der freiwilligen Einsatzkräfte aus, sondern lohne sich für die beteiligten Städte auch finanziell, da es vom Land Nordrhein-Westfalen, so Nordmeyer, Fördermittel gebe.
Auch auf die Waldbrandübung im August kam der Leiter der Mindener Feuerwehr nochmals kurz zurück. Diese Übung habe viele Erkenntnisse gebracht und ihren Zweck somit voll erfüllt. Im Hinblick auf die frühe Alarmierung um fünf Uhr in der Frühe stellte Nordmeyer fest: „Die Zeit ist immer richtig, die Zeit ist immer falsch“. Wichtig sei ihm jedoch gewesen, dass die Übung nicht den ganzen Samstag eingenommen habe, sodass die freiwilligen Einsatzkräfte, die bereits viel Engagement für die Feuerwehr aufbrächten, noch Zeit mit Ihren Familien verbringen konnten.
Weiter berichtete Nordmeyer von der geplanten Innenstadtsicherung durch versenkbare Absperrpoller. Die Feuerwehr sei in die Planung intensiv miteingebunden gewesen. Somit ist sichergestellt, dass die Einsatzkräfte im Notfall auch die Innenstadtbereich befahren und den Bürgern der Stadt schnell Hilfe leisten könnten.
Schlechte Nachrichten hatte Nordmeyer hingegen hinsichtlich der geplanten Neubauten der Feuerwehrgerätehäuser im Norden, Süden und Osten der Stadt. Hier käme es zu Verzögerungen, da das Problem bestünde geeignete Grundstücke zu finden. Diese müssten zentral gelegen sein, damit die freiwilligen Einsatzkräfte kurze Anfahrtswege hätten, um schnellstmöglich auszurücken. Gleichzeitig stünden der Stadt jedoch keine unbegrenzten Mittel zur Verfügung. Für das Jahr 2019 ist eine Haushaltssperre verhängt worden. Für das Jahr 2020 müssten umfangreiche Einsparungen angestrebt werden. Dies wiegt umso schwerer, nachdem nun bekannt wurde, dass der Kreis Minden-Lübbecke keine Zuzahlung zur Neuanschaffung eines Gerätewagens Gefahrgut leisten werde. Insofern stellte Nordmeyer jedoch fest: „Die Hilfe für die Einwohner des Kreises steht an erster Stelle!“ Die Feuerwehr Minden, welche zahlreiche Sonderaufgaben für den Mühlenkreis übernehme, werde diese weiterhin zuverlässig erfüllen.

Als letzter Redner meldete sich der Sprecher der Freiwilligen Feuerwehr, Jürgen Stockmann, zu Wort. Er berichtete von seinen ersten 100 Tagen im Amt und stellte mit großer Freude fest, dass man als Sprecher niemals allein arbeite, sondern – wie in der Feuerwehr sonst auch üblich – ein großes Team um sich habe. Als Teil dieses Teams stellte Stockmann die beiden Bundesfreiwilligendienstleistenden der Feuerwehr Minden, Rebekka Horn und Jannik Meyer, vor. Zu ihren Aufgaben gehört insbesondere die Organisation von Werbemaßnahmen und die Steigerung der Attraktivität der Freiwilligen Feuerwehr für neue Mitglieder. So ist es unteranderem den beiden zu verdanken, dass demnächst auf einem Linienbus für die Feuerwehr Minden geworben werden wird. Diese Werbemaßnahme wird sowohl der Berufsfeuerwehr als auch der Freiwilligen Feuerwehr mit der Kinder- und Jugendfeuerwehr zu Gute kommen.

Abschließend wurden die im Anhang aufgeführten Beförderungen, Ehrungen, Entlassungen und Ernennungen vorgenommen, ehe die kurzweilige Veranstaltung endete.

Beförderungen, Ehrungen und Ernennung
anlässlich der Halbjahresdienstversammlung der Feuerwehr Minden

Neuaufnahme (Beförderung zum/zur Feuerwehrmannanwärter/Feuerwehrfrauanwärter)

Stadtmitte

Seichter, Janna Lisa

Stadtmitte

Möhl, Christian

Kutenhausen

Klassen, Harry

Kutenhausen

Bidhendi Zadeh, Arash

Bölhorst

Alisso, Nawaaf

Dützen

Alnabki, Majd

Dützen

Warns, Jan-Philipp

Haddenhausen

Utpatel, Thomas

Dankersen

Aumann, Björn-Ole

 

Neuaufnahme (aus anderen Feuerwehren)

Stadtmitte

Krohn, Julia

Bölhorst

Brast, Rainer

Leteln

Liebenthal, Axel

 

Übernahme aus der Jugendfeuerwehr (Beförderung zum Feuerwehrmann/Feuerwehrfrau)

Todtenhausen

Gieseking, Anna

Stadtmitte

Waclawczyk, Dana

Hahlen

Tobrock, Andreas

Hahlen

Rethmeier, Niklas

Leteln

Wehpke, Stefan

 

Beförderung zum/zur Feuerwehrmann (FM)/Feuerwehrfrau (FF)

Stadtmitte

Horstbrink, Luisa

Stadtmitte

Dinslage, Moritz

Kutenhausen

Klassen, Andreas

 

Beförderung zum/zur Oberfeuerwehrmann (OFM)/Oberfeuerwehrfrau (OFF)

Häverstädt

Bartniczak, Gregor

Stadtmitte

Pesall, Andre

Stadtmitte

Hummelt, Niklas

Kutenhausen

Goldammer, Felix

Dützen

Lorenz, Marvin

 

Beförderung zum/zur Unterbrandmeister/Unterbrandmeisterin (UBM)

Leteln

Maaßen, Mirco

Stadtmitte

Friedrich, Steffen

Stadtmitte

Krohn, Julia

Stadtmitte

Pesall, Thomas

Stadtmitte

Viermann, Johannes

Haddenhausen

Braun, Patrick

RW Dankersen

Hippe, Alexander

 

Beförderung zum Brandmeister (BM)

Leteln

Busse, Daniel

Stadtmitte

Wuttig, Lànce

Kutenhausen

Schmidt, Daniel

 

Beförderung zum Oberbrandmeister (OBM)

Stadtmitte

Diethelm, Rüdiger

 

Beförderung zum Hauptbrandmeister (HBM)

Stadtmitte

Mutschler, Sven

 

Beförderung zum Brandoberinspektor (BOI)

Hahlen

Niemann, Christoph

 

Feuerwehrehrenzeichen in Bronze (25 Jahre)

Stadtmitte

Rosenfeldt, Denis

Hahlen

Rethmeier, Thorsten

Bölhorst

Horstmann, Mareike

Bölhorst

Stuffel, Gerhard

 

Feuerwehrehrenzeichen in Silber (35 Jahre)

Haddenhausen

Stockmann, Peter

 

Feuerwehrehrenzeichen in Gold (40 Jahre)

Leteln

Drewes, Stefan

 

Entlassungen aus Funktionen

JF Hahlen

Dunkhorst, Jan

Stv. Jugendwart

Kutenhausen

Röckemann, Andreas

Stv. Löschgruppenführer

JF Nord

Klose, Benjamin

Jugendwart

JF Nord

Schmidt, Daniel

Stv. Jugendwart

OST 1

Busse, Christoph

Zugführer Ost I

 

Ernennung in Funktionen

JF Hahlen

Noack, Markus

Stv. Jugendwart

Kutenhausen

Klose, Benjamin

Stv. Löschgruppenführer

JF Nord

Böttjer, Julian

Jugendwart

JF Nord

Goldammer, Felix

Stv. Jugendwart

RW Dankersen

Mohme, Sven

Stv. Löschgruppenführer

 

Datum: 
Freitag, 20. September 2019